Ausgediente Handys für einen guten Zweck

Flemming N. Feß M.A. │13.03.2018

Nachhaltig mit den Ressourcen der Erde umgehen

Wie kann ich etwas für unseren Planeten tun? Wie kann ich mein Konsumverhalten verändern, um nachhaltiger mit den Ressourcen der Umwelt umzugehen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen hat sich die Sonderausstellung KonsumKompass befasst, die von November 2017 bis Februar 2018 im kult Westmünsterland zu sehen gewesen ist.
 
Ein wichtiges Thema in dieser Ausstellung waren auch Handys: In Mobiltelefonen stecken viele Rohstoffe, deren Abbau in Afrika und Südamerika zu erheblichen Belastungen für die Umwelt, aber auch für das Leben der Menschen vor Ort, führt. Unser allgegenwärtiger Begleiter im Alltag hat also ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Folgen, von denen wir hier meist nur wenig wahrnehmen.

Aber wohin mit den Altgeräten?

Was also tun, wenn die Mobiltelefone ausgedient haben? Experten schätzen, dass allein in Deutschland mehr als 100 Millionen ausgediente Alt-Handys ungenutzt in Schubladen verstaut liegen, während die Verkaufszahlen für Neugeräte jedes Jahr steigen. In diesen Geräten stecken Tonnen von Edelmetallen, Gold, seltenen Erden und vielen weiteren Rohstoffen, die weiterverarbeitet werden könnten. 

Aus diesem Grund haben das kult und das Bildungsbüro des Kreises Borken im Rahmen der Sonderausstellung KonsumKompass eine Sammelbox der Aktion „Schutzengel“ aufgestellt. Mit „Schutzengel“ rufen die Päpstlichen Missionswerke in Deutschland missio Aachen deutschlandweit zur Abgabe von Altgeräten auf. Rechtlicher Träger und Betreiber des Handy-Rücknahmesystems namens "Mobile-Box" ist die Schumacher - von Pidoll GbR. Sie führt die Handysammlung durch, bereitet geeignete Geräte für den Wiederverkauf auf und sorgt für das fachgerechte Recycling der Rohstoffe.Denn: Wenn die seltenen, wertvollen Rohstoffe wie Gold recycelt werden, muss weniger neues Material umweltschädigend abgebaut werden. Nicht recycelbare Stoffe werden fachgerecht entsorgt und können somit nicht mehr die Umwelt belasten. Zugleich kommt der Erlös aus dem Recycling notleidenden Familien in den Abbauregionen der Rohstoffe zugute.

Die Box war ganz schön voll

Mehr als 150 Handys sind dabei im kult zusammengekommen. Am Montag, 12. März, wurden diese von kult-Leiterin Corinna Endlich und Anne Rolvering vom Bildungsbüro des Kreises Borken an Hans-Georg Hollenhorst von der missio-Diözesanstelle Münster übergeben. „Wir freuen uns, dass so viele Besucherinnen und Besucher des kult mitgemacht und ihre Handys abgegeben haben“, sagt Anne Rolvering.

Flemming Feß betreut im kult den Bereich Kulturelle Bildung und Vermittlung. Er freut sich, dass die Aktion so ein Erfolg war.

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