Luftansicht südlicher Stadteingang. Foto: Video-Digital Gewers GmbH, Vreden
Luftansicht Stadt Vreden
Das „graue“ Band, welches am Alten Rathaus beginnt, weist auf die Kulturachse hin. Foto: Stadt Vreden.
Das „graue“ Band, welches am Alten Rathaus beginnt, weist auf die Kulturachse hin
Kulturachse Platz Altes Rathaus. Foto: Stadt Vreden.
Kulturachse Platz Altes Rathaus
Kulturachse Parkplätze Kirche. Foto: Stadt Vreden.
Kulturachse Parkplätze Kirche

Weiterentwicklung statt Stillstand

Städtebauliche Entwicklung im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes


Martina Wensing │05.08.2016

Die Gesamtattraktivität der Innenstadt wird durch das Zusammenspiel von attraktiven und qualitativ hochwertigen Kultur-, Einkaufs- und Freiraumangeboten gestärkt. Dazu sind viele Baumaßnahmen notwendig, die in loser Reihenfolge im Laufe dieses Jahres vorgestellt werden.
 
Vredens Kulturachse
Als absolutes Kernstück des Integrierten Handlungskonzeptes darf die Kulturachse zu recht bezeichnet werden. Sie umfasst generell zwei Achsen – die kulturelle und die kommerzielle.
Vom Stadteingang Süd rund um die Hamalandhalle bis zum Marktplatz reicht die kulturelle Achse. In einem freiraumplanerischen Verfahren wurden für den gesamten Bereich Gestaltungsideen entwickelt. Und auch die Architekten des kult haben den gesamten architektonischen Entwurf für das neue Gebäude auf die Kulturachse  abgestimmt. Dreh- und Angelpunkt des kult ist in diesem Sinne das Foyer, welches an der Kreuzung von Wegen und Blickachsen zur Kirchenlandschaft, zur Berkelaue und zum Archivbereich liegt. Parallel zur Kulturachse verläuft die „kommerzielle“ Achse über die Wassermühlenstraße, beide Achsen treffen sich auf dem Marktplatz und ergänzen sich in optimaler Weise.

Ohne Kooperation geht nichts!
In enger Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde wurden die Planungen für den Abschnitt zwischen Markt und kult vorgenommen. Der Bereich, der sonst als Raum hinter den Kirchen wahrgenommen wurde und beim Jugendheim endete, wird ein Platz des öffentlichen Lebens werden. Dafür sorgen sicherlich die zahlreichen Besucher der Öffentlichen Bücherei St. Georg, der Kirchen, des Walberthauses, des Pfarrbüros und des kult mit dem Stadtmarketingbüro. Die Gestaltung des Platzes mit Sitzmöglichkeiten und einem Wasserspiel werden diesen Bereich zu einem Ort mit hoher Aufenthaltsqualität werden lassen. Zusätzlich wird die Verbindung des Stadtkerns zu Vredens grüner Promenade, dem Butenwall, hervorgehoben. Die Planungen für das kult und damit zusammenhängend die für die Kulturachse seien den glücklichen Umständen zu verdanken, dass sich Vreden durch die Tätigkeiten des Heimatvereins und des Hamalandmuseums zu einem heimatkundlichen Standort entwickelt hat und dies durch die Regionale 2016 unterstützt wird.
 
Ziel ist, den Besuchern des Museums einen attraktiven Weg in die Innenstadt zu bieten. Die Kulturachse ist in drei ineinander übergreifende Bereiche aufgegliedert, den Bereich zwischen Marktplatz und kult, den Berkelhafen mit dem Berkelkraftwerk und den Stadteingang Süd.
 
Die Versorgungsleitungen wurden bereits verlegt, die Kanalbauarbeiten in der Gasthausstraße werden kurzfristig beendet sein. Die Höhenunterschiede zum Platz vor dem kult und Walberthaus, die teilweise über 1 Meter betragen, werden mit Stufen und Rampen überwunden. Ein Blick in die Details der Baumaßnahmen zeigt: Rund 2.000 qm Basaltplatten und Betonsteinpflaster werden verlegt, 6 Laternen werden aufgestellt, die bereits stehende Buche lädt mit einer Rundbank und Bodenstrahlern zum Verweilen ein. Das Walberthaus erhält eine Fassadenbeleuchtung und das Wasserspiel 9 Sprühknöpfe.

Und, für all jene Leser unseres Blogs, die Vreden gar nicht kennen – besuchen Sie uns 2017 und erleben eine Stadt im Wandel.


Martina Wensing arbeitet bei der Stadt Vreden, Fachbereich Verwaltungsorganisation. Für die Planung und Ausführung der Umfeldgestaltung ist der Fachbereich Stadtentwicklung und sein Leiter Joachim Hartmann zuständig.

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