Vor 500 Jahren begann Luthers Reformation. 2017 war deshalb großes Jubiläum. Foto: Kreis Borken.
Playmobil-Luther
Zahlreiche historische Bibeln zeigen in der Ausstellung auf, worin Luthers Medienrevolution bestand. Foto: Kreis Borken.
Historische Bibel

„Neuanfang“ – #Reformation geht in die dritte Runde

Flemming N. Feß M.A. │01.02.2018

 

Das kult Westmünsterland ruft wieder zum Mitmachen auf

Bereits seit November 2017 lädt das kult Westmünsterland, gemeinsam mit dem Bibelmuseum Münster, dazu auf, im Rahmen von #Reformation Meinungen zu bestimmten Schlagworten mitzuteilen und damit die Inhalte von Sonderausstellung und Veranstaltungsreihe aktiv mitzugestalten.

#Reformation bildet eine einzigartige Verbindung von musealer Sonderausstellung, Social-Media-Aktion und Veranstaltungsreihe. Anlass war das Lutherjahr 2017. Als Martin Luther vor 500 Jahren seine Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlug, war die seine Aktion des Protest, eine Forderung nach mehr Gerechtigkeit und einem Neuanfang in der Katholischen Kirche. Später nutzte Luther für seine Reformation die modernsten Medien seiner Zeit: Den Buchdruck und die hochdeutsche Sprache. Seine Reformation war also nicht nur ein kirchenhistorisches Ereignis, das zur Abspaltung der evangelischen von der katholischen Kirche führte, sie war auch eine Medienrevolution.  

Ein Experiment

Deshalb haben kult und Bibelmuseum mit #Reformation ein Experiment gewagt: Wie Luther seinerzeit, werden die modernen Techniken unserer Zeit genutzt, um die Besucherinnen und Besucher in die Gestaltung der Aktion aktiv mit einzubeziehen. In drei Runden wir auf einer Website, auf Facebook und über eine Pinnwand in der Ausstellung zu einem bestimmten Begriff die Meinung der Besucherinnen und Besucher eingeholt. Dieser Input ist live in der Ausstellung zu sehen und formt so die Inhalte der Schau direkt mit. Neben den Meinungen der Teilnehmenden zeigt die Sonderausstellung anhand mehrerer historischer Bibeln, darunter eine Original-Lutherbibel von 1534, worin seinerzeit die Medienrevolution der Reformation bestand. Zudem wird aus dem Input im Frühjahr eine Veranstaltungsreihe entwickelt, der die eingesammelten Meinungen wieder aufnimmt. Im Dezember wurde nach dem Begriff „Protest“ gefragt. Wogegen lohnt es sich heute zu protestieren? Was bedeutet Protest heute? Im Januar schloss sich dann „Gerechtigkeit“ an: Was ist heute gerecht? Was macht Gerechtigkeit aus?

#Neuanfang-Reformation 

Jetzt beginnt mit „Neuanfang“ die dritte Runde. Wieder sind alle aufgefordert, ihre Meinungen oder Gedanken beizutragen. Wo bräuchte es heute einen Neuanfang? Was bedeutet Neuanfang? Welche Chancen bieten Neuanfänge?
Wie schon bei den vergangenen Begriffen ist an die Teilnahme ein Gewinnspiel geknüpft. Unter allen Teilnehmenden verlosen kult und Bibelmuseum attraktive Preise. Darunter auch je ein 100-Euro-Amazon-Gutschein. Mitmachen lohnt sich also! Die Teilnahme ist noch bis zum 25. Februar möglich. Dann endet der Ausstellungszeitraum von #Reformation im kult.

Ganz neue Wege der Museumsarbeit

Mit #Reformation sind das kult und das Bibelmuseum neue Wege der Museumsarbeit gegangen. Die bisher einzigartige Verbindung von Veranstaltungsreihe, Sonderausstellung und Online-Aktion ist nicht nur ein Experiment im Feld des interaktiven Museums, es ist zugleich eine neuartiger Einbezug von Onlinewelt in die Gestaltung einer musealen Ausstellung, ein Verschmelzen von physischer und virtueller Welt.
Weitere Informationen zu dem Projekt sowie die Möglichkeit zur Teilnahme gibt es auf www.reformation-kult.de sowie auf der Facebook-Seite des kult.

Flemming Feß betreut im kult den Bereich Kulturelle Bildung und Vermittlung. Er freut sich über die rege Teilnahme an #Reformation.

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