Eröffnung der Tagung. Foto: Bart Williamsen.
Tagungsbeginn
Stillleben. Foto: Bart Williamsen.
Ein gedeckter Tisch
Vortrag. Foto: Bart Williamsen.
Vortrag
Re-enactment. Foto: Bart Williamsen.
Historische Darsteller

De Kogel is door de Kerk – Es ist besiegelt!

Ulrike Brandt │26.04.2016

Mit dem Internationalen Kongress “De Kogel is dorr de Kerk” begann am Samstag, 23. April 2016 in der Calixuskerk in Groenlo die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen dem kult und der Stichting Grolle Vrij. Die Tagung beschäftigte sich in zahlreichen Vorträgen mit dem historischen Verlauf des Achtzigjährigen Krieges, seinen Folgen im östlichen Gelderland und den Fragen, wie Geschichte heute lebendig und anschaulich vermittelt werden kann.

Spannende Ereignisse prägen die Geschichte rund um die Deutsch-Niederländische Grenze – Kriege haben die Region in der Vergangenheit hart getroffen. Zahlreiche renommierte Redner aus den Niederlanden und Deutschland erläuterten einem aufmerksamen Publikum die Fakten der Kriegsgeschehnisse, deren Auswirkungen und die daraus resultierenden politischen Folgen für die Region.

Eine Zukunft aus der Vergangeheit gestalten
Präsentiert wurden dem Auditorium in historischem Ambiente die verschiedenen Möglichkeiten sich mit den Themen “Kriege und Konflikte” in der Forschung als auch in der Freizeit durch das Re-enactment und living history auseinander zu setzen. Dabei können verschiedene Arten genutzt werden: Film, Literatur, lebendige Geschichte (Nachstellung) oder Forschung. Das intensive Studium der Geschichte und das Umsetzen der  gewonnenen Ergebnisse in das Hier und Jetzt  heißt auch, sich mit sich selbst und seiner Vergangenheit auseinder zu setzen und eine "Zukunft aus der Vergangenheit" zu gestalten. Ein grenzenloser Konflikt vor 400 Jahren bringt heute eine gelungene Zusammenarbeit zweier Nachbarländer hervor.

Ausblick
Der Schwerpunkt des diesjährigen Kongresses lag auf dem historischen Kontext und der Präsentation des Nachstellens eines historischen Moments (Re-enactment). Bei der geplanten Tagung im ‘kult’ im Mai 2017 geht es um die Praxis, historische Details im Kontext ihrer Zeit anschaulich zu vermitteln.

Ulrike Brandt ist Kulturmanagerin beim Kreis Borken und für den Bereich Kultur- und Heimatpflege zuständig.

 

 

 

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