Feuerwehranzug. Foto: Kreis Borken.
Feuerwehranzug
Nutztierohrmarken von Caisley. Foto: Caisley
Ohrmarken zur Kennung von Tieren
Visualisierung der zukünftigen Dauerausstellung. Graphik: Thöner von Wolffersdorff
Blick auf die geplanten Ausstellung

Wir fliegen nicht zum Mond …

Corinna Endlich │28.07.2016

und retten keine Leben aus dem Feuer; wir fahren keine waghalsigen Autorennen und tragen keine schweren Geräte an unserer Kleidung. Und doch, ist ein feuerfester Arbeitsanzug, der schützt und neueste Gewebetechnologien vereint, für die neue Dauerausstellung im „kult“ unverzichtbar. Denn dieses Exponat steht beispielhaft für die Qualität und das Know-how des überregionalen Handels aus dem Westmünsterland in die Welt.

„Hidden Champions“ dies- und jenseits der Grenze
Was früher auf Handelswegen und Gewässerstraßen auf dem Rücken und zu Fuß, von Hund oder Pferd gezogen oder aber mit dem Plattbodenschiff über die Grenzen hinaus transportiert wurde, waren zumeist Waren des Alltags und des Gebrauchs im Haushalt. Was heute jedoch weltweit aus der Region exportiert wird, sind „Spartenprodukte“ verschiedenster Branchen.
Die Ausstellung soll vor allem solche Dinge zeigen, die uns eher ungewöhnlich erscheinen; hierzu gehören z. B. die Ohrmarken aus hochwertigem Kunststoff der Firma Caisley zur Kennzeichnung von Nutztieren oder das „Texport“-Kleidungsgewebe von IBENA, aus dem unter anderem die Rennfahreranzüge von Mick Schumacher gefertigt werden.

Kulturpartner aus der Wirtschaft
Wenn Kultur und Wirtschaft zusammen kommen, dann entstehen fantastische Synergien; so auch im Fall des kult. Unsere Anfragen bei hiesigen Firmen mit der Bitte um Unterstützung hat bisher regen Zuspruch gefunden. So haben wir diesen aufwändigen Feuerwehranzug kostenlos für die Ausstellung erhalten. Da solch Partnerschaften auf Augenhöhe nur dann funktionieren, wenn beide Parteien profitieren, öffnen wir diesen Firmen gern unsere Türen – für das besondere Event, einen spannenden Abend im Museum und vielem mehr.

Natürlich muss ein so kostbares Geschenk getestet werden – bei großer Hitze ist das Tragen eines solchen kiloschweren Anzugs wahrlich kein Vergnügen. Respekt den Feuerwehrleuten überall!

Übrigens, in der Ausstellung wird diese Schutzkleidung frei zugänglich präsentiert und darf somit aus nächster Nähe betrachtet werden.

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