Einleuchten der Heiligenfiguren. Foto: Kreis Borken.
Lampen
Beleuchtung in der Dauerausstellung. Foto: Kreis Borken
Verschiedene Lampen
Ausleuchten einiger Reliquien. Foto: Kreis Borken.
Strahler vor einer Glasvitrine

Es werde Licht!


Dr. Ferdinand Leikam│15.05.2017

Die Dauerausstellung des kult nimmt allmählich Form an. Der Großteil der Exponate ist mittlerweile montiert oder in die Vitrinen eingebracht. In den letzten beiden Wochen stand die Beleuchtung im Mittelpunkt der Arbeiten. Das kult-Team wurde dabei zeitweise von Josef Wollinger unterstützt. Der Beleuchtungsexperte sorgte dafür, dass sich alle Objekte, Texte und Grafiken im wahrsten Wortsinn im besten Licht präsentieren.

Licht ist nicht gleich Licht
Auf dem Weg zur Fertigstellung der Dauerausstellung war das Einleuchten ein wichtiger Schritt. Schließlich wird die Wirkung der einzelnen Objekte sowie der Ausstellung insgesamt durch die Lichtgestaltung maßgeblich beeinflusst. Die Exponate sollen nicht nur gut erkennbar sein, sondern auch ihre Aura entfalten.
Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, werden je nach „Beleuchtungsziel“ unterschiedliche Leuchten verwendet. Während etwa bei Wandtexten und -grafiken meist breit streuende Strahler zum Einsatz kommen, werden einzelne Objekte vorwiegend durch akzentuierende Spots hervorgehoben.

Zuviel Licht kann schädlich sein
Noch wichtiger als die gewünschte Raumwahrnehmung und Wirkung der Objekte sind beim Einleuchten allerdings konservatorische Vorgaben. Viele der präsentierten Objekte, insbesondere Gemälde, Textilien oder Papier, reagieren sehr empfindlich auf Lichteinwirkung. Würde man sie langfristig zu hell beleuchten, würden sie ihre Farbe verlieren und letztlich unwiederbringlich verloren gehen.
Um dies auszuschließen, wurden mit einem Lichtmessgerät die Beleuchtungsstärken gemessen und, wenn nötig, die Lampen entsprechend gedimmt. Besonders lichtempfindliche Objekte wie Paramente werden darüber hinaus vor andauernder Bestrahlung geschützt, indem die Beleuchtung mit Bewegungsmeldern ausgerüstet ist und sich nur bei der Annäherung von Besuchern einschaltet. Denn das kult sieht sich der Zielsetzung verpflichtet, Objekte bestmöglich zu präsentieren – und zugleich für nachfolgende Generationen zu bewahren.

Dr. Ferdinand Leikam ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter im musealen Bereich des kult tätig.

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